Schönes aus Mangoholz

Mango

Wenn wir das Wort „Mango“ hören, dann denken wir sehr schnell an eine exotische, wohlschmeckende Frucht. Seltener wissen wir, dass diese Frucht u. a. an Bäumen wächst, die bis zu 30 m hoch werden können. Wenn diese Bäume keine Früchte mehr tragen, werden sie abgeholzt und z. b. zu Möbeln und anderen Dingen des täglichen Gebrauchs (Vasen, Schalen, Teller, Schüsseln, Dosen etc.) verarbeitet.


Jedes Teil ist in Handarbeit entstanden. Deshalb ist jedes Stück, auch wenn sie sich manchmal sehr ähnlich sind, doch wieder etwas unterschiedlich.

Die hohe Kunst des Drechselns besteht nicht nur darin, die äußere Form zu schaffen. Der Fachmann weiß und schaut auch sofort danach, wie das Innere eines Gefäßes gearbeitet ist.

Hier erkennt man den wahren Künstler.

Entscheidend ist, wie sauber das Innere eines Gefäßes herausgearbeitet wurde und wie dick bzw. dünn die Wände eines Gefäßes sind. Je dünner die Wand, desto höher der künstlerische Grad des Handwerks.

Sämtliche Objekte sind aus einem Stück Holz gearbeitet.

Eine ausgesprochene Besonderheit ist, dass das Holz bearbeitet wird, wenn es noch nicht ganz getrocknet ist. Nach dem Drechseln wird jedes Teil in einen Ofen gestellt und langsam erhitzt. Dadurch wird das Holz völlig abtrocknet. Gleichzeitig verflüssigt sich das Baumharz und die offenen Holzporen werden verschlossen. Durch diese sehr traditionelle Methode werden die Gefäße widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Wasser. In den Schüsseln kann man z. B. Salat anrichten, Reisgerichte daraus essen, Obst dekorativ präsentieren. Die Vasen werden durch diese Technik oft vollständig wasserdicht. Es empfiehlt sich jedoch, ein Gefäß (Glas, Schüssel etc) in die Vase zu stellen.


Sämtliche Gefäße wurden im Norden Thailands gefertigt.
Wir fahren jährlich mehrfach in diese Region und kaufen die Waren bei unterschiedlichen, kleinen Handwerksbetrieben und Kooperativen ein. Gleichzeitig unterstützten wir auf diese Weise kleinere Dorfgemeinschaften und tragen somit zu einem sehr bescheidenen Wohlstand in diesen Dörfern bei.


Jedes Teil, das in den Verkauf kommt, haben wir selber in die Hand genommen und genau geprüft, ob es den Qualitätsansprüchen genügt. Zum Teil wurden die Designs in Zusammenarbeit mit den Handwerkern entwickelt.

Der Maulbeerbaum und die Saa-Papier-Gewinnung

Der Mulberry Tree (Maulbeerbaum) wächst u. a. in Thailand und wird dort seit ca. 700 Jahren zur Papierherstellung genutzt.

Die Besonderheit dieses Baumes liegt darin, dass er – ähnlich wie auch Bäume bei uns z. b. die Platane – seine Rinde nach einiger Zeit abwirft, sich, im übertragenen Sinne, selber schält.

Anfänglich wurde diese Rinde nur dazu genutzt um Feuer zu machen und die täglichen Mahlzeiten zuzubereiten.

Später – und dies war vor ca. 700 Jahren – entdeckte man, dass sich diese Rinde aufgrund ihrer Struktur und Zusammensetzung hervorragend zur Papiergewinnung eignet.

Seit dieser Zeit hat sich in Thailand eine Tradition der Papiergewinnung aus dem Mulberry Tree entwickelt. Das Verfahren zur Papierherstellung hat sich seit dieser Zeit kaum verändert. Nach wie vor wird die Rinde gewässert und gekocht und anschließend wird aus dem Papierbrei mit einem großen Siebrahmen das Papier handgeschöpft. Während des Schöpfprozesses werden dann auch die Blüten und Blätter mit eingegeben, die dem Papier das einmalige, edle Design geben.


Danach wird das Papier in seinem Rahmen zum Trocken in die Sonne gestellt. Warm ist es immer in Thailand. Einziges Problem ist die Regenzeit. In dieser Zeit ist es schwer die Papiere zu trocknen und es kann dann auch schon mal zu Lieferengpässen kommen.


Die Produkte, die aus diesem Papier hergestellt werden, sind sehr vielfältig. Auf den Bildern sehen wir die Herstellung von Schirmen gegen die starke Sonneneinstrahlung. Ebenso werden Blöcke, Fotoalben, Schachteln, Lampenschirme etc. daraus hergestellt.

Die Besonderheit ist, dass dies nach wie vor alles in Handarbeit geschieht.

Bei unseren Lieferanten handelt es sich ausschließlich um kleine Familienunternehmen, die wir durch unseren Einkauf darin unterstützen ihre Produkte zu vermarkten – auch zu exportieren – und ihnen die Möglichkeit geben, ein etwas angenehmeres Leben zu führen sowie für eine bessere Schulbildung ihrer Kinder zu sorgen.